Fortführung der Beratungsstelle für Frauen und Familiengesundheit nicht gesichert

Fortführung der Beratungsstelle für Frauen und Familiengesundheit nicht gesichert

Nach Ausscheiden der Mitarbeiterin zunächst keine Beratung des Diakonischen Werkes mehr in Kassel

Am 31. Oktober 2018 hat die Beratungsstelle für Frauen- und Familiengesundheit/Müttergenesung des Diakonischen Werkes in Kassel (Wildemannsgasse 14) ihren vorerst letzten Beratungstag. An diesem Tag scheidet die langjährige Beraterin ruhestandsbedingt aus dem Dienst aus. Die Stelle kann zunächst nicht wiederbesetzt werden.

Diese Entscheidung war vor dem Hintergrund einer ungesicherten Finanzierung dieser Stelle unumgänglich. Bislang erfolgt die Finanzierung vorrangig aus kirchlichen Mitteln. Aufgrund der bereits seit langem stagnierenden kirchlichen Mittelzuweisungen und den Einsparvorgaben der Landeskirche sehen sich die Verantwortlichen zu diesem drastischen und schweren Schritt gezwungen.

Vor dem Hintergrund sinkender Mitgliederzahlen und dem damit für 2025 prognostizierten Rückgang von Kirchensteuereinnahmen von bis zu 25% hat die Landeskirche von Kurhessen und Waldeck ein umfassendes Sparprogramm gestartet. Dies wird auch das Diakonische Werk Region Kassel betreffen, weshalb dort zurzeit ein umfassender Strukturprozess zur künftigen Ausrichtung läuft. Dessen Ergebnisse werden voraussichtlich im Frühjahr 2019 als Basis für weiterführende Entscheidungen vorliegen.
Ein Fortbestand der Beratungsstelle für Frauen und Familiengesundheit/Müttergenesung des Diakonischen Werks Region Kassel wird ohne gesicherte finanzielle Unterstützung der öffentlichen Hand und der Krankenkassen kaum möglich sein.
Derzeit gibt es in Kassel eine weitere Beratungsstelle der Caritas, im Landkreis berät das Diakonische Werk in Hofgeismar und Wolfhagen weiterhin mit geringem Stundenumfang ergänzend zur dortigen kirchlichen allgemeinen Sozial- und Lebensberatung.

Hintergrund

Arbeitsbereich

Die Beratungsstelle für Frauen und Familiengesundheit/Müttergenesung des Diakonischen Werkes bietet mit der Beratung zur Müttergenesung und dem Kurcafé nach Beendigung einer Kur wichtige Elemente der „therapeutischen Kette“ und erreicht pro Jahr etwa 600 ratsuchende Frauen und Männer. Sie ist in Kassel seit vielen Jahren ein Angebot der integrierten psychologischen Beratungsstelle. Im Gespräch wird geklärt, ob eine Kur die richtige Maßnahme ist und ggf. an andere Hilfsangebote weitervermittelt. Gegebenenfalls wird die Kur vorbereitet, Hilfestellungen beim Ausfüllen der Unterlagen für Ärzte und Krankenkasse gegeben. Mit den Ratsuchenden wird eine geeignete Kureinrichtung gesucht (je nach Erkrankung, Alter der Kinder, psychosozialer Situation usw.), das Antragsverfahren bei der Krankenkasse eingeleitet und Kontakt gehalten. Wenn die Kur abgelehnt wird, unterstützt die Beratungsstelle bei Widersprüchen.

Eine Kur kann jedoch nur dann langfristig wirken, wenn ihre Erfolge im Alltag verankert werden. Das Kurcafé ist nach Beendigung der Kur ein wichtiges Abschlusselement der „therapeutischen Kette“ und findet in den Räumen des Diakonischen Werkes in der Wildemannsgasse 14 in Kassel statt. Nicht selten erfolgen im Anschluss an das Kurcafé direkte Anmeldungen für Einzel-, Paar- oder Familiengespräche in unserer Psychologischen Beratungsstelle.

 Diakonisches Werk Region Kassel

Das Diakonische Werk Region Kassel bietet Beratung und Hilfe in den Bereichen „Beratung und Begleitung“, „Integration und Inklusion“, „Wohnen und Abhängigkeit“, „Jugend und Familie“ sowie einigen assoziierten Organisationen. In Stadt und Landkreis Kassel unterhält es zahlreiche Beratungsangebote, Treffpunkte und ambulante Dienste. Derzeit arbeiten hier über 200 hauptamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Wohle der Menschen in Stadt und Landkreis zusammen. Hinzu kommen zahlreiche Menschen, die sich ehrenamtlich engagieren.

 

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